Samstag, 24. Januar 2009

Pulau Kanawa, Indonesia





Kanawa, eine kleine Insel (in einer Stunde kann man gut einmal außen rum laufen) eine gute Bootsstunde von Labuanbajo entfernt und der Ort an dem wir die letzen drei Tage unserer Reise verbringen sollten. Die Insel ist unbewohnt, bis auf eine handvoll einfacher Bungalows und ein Restaurant. Tropischer Sandstrand, Palmen und ein hervorragendes Riff zum Schnorcheln und fantastische Sonnenauf und -untergänge – der Traum einer einsamen Insel in den Tropen.










Viel zu tun gibt es hier nicht und das ist genau der Punkt. Die einzige „Sehenswürdigkeit“ ist die Unterwasserwelt – ein Korallenriff das sich vom Sandstrand aus gut 100m ins Meer hinausstreckt, Heimat für Riesenmuschel (einen knappen Meter Durchmessser!), Seesterne (rote und blaue, auch bestimmt 30cm groß), Krabben, Seeigel, Seeanemonen und natürlich Fische in allen Formen und Farben (darunter auch Katzenhaie und Snapper, Nemo-Fische und Skorpionfische). An unserer Lieblingsstelle, quasi direkt vor unserem Bungalow, war das Riff nur etwa 1m unter der Wasseroberfläche, hatte aber metertiefe Schluchten in denen es nur so wimmelte von Fischen, und da waren auch richtig große dabei. An einer anderen Stelle traf man regelrecht große Fischschwärme an, bestimmt über hundert Fisch stark. Manche bestanden aus relativ kleinen Fischen, aber auch Schwärme aus gut 20cm – Brocken waren dabei – auf den ersten Blich wirkte dieser Schwarm wie ein dunkeler, fast unheimlicher Schatten unter uns.








Bemerkenswert war außerdem ein kurzer Ausflug zu einer der Nachbarinseln, im wesentlichen ein winziger Flecken Land mitten im Meer mit einer kleinen Fischersiedlung. Die Fischer dort waren hauptsächlich Muslime, aber viel stärker war der Einfluss der Vergangenheit dieses Volksstammes (Bajo people) als Seezigeuner. Kopftücher haben wir kaum gesehen, dafür wurde unser Boot als wir wieder ablegen wollten regelrecht geentert von Horden an kleinen Jungs, die uns bis zum Steg gefolgt waren, dort sofort ihre Kleidung abschmissen und ins Wasser sprangen. Auch schon davor war der Empfang überaus herzlich und nicht nur die Kinderschar die uns umringte sondern auch die älteren Leute die uns aus der Haustür zuwinkten schienen sich über unsere Anwesenheit zu freuen. Dazu trug bestimmt auch bei das wir gleich zwei Leute dabei hatten die fließend Indonesisch sprachen, eine deutsche Studentin die in Jakarte studiert und einen australischen Kapitän, der mit 15 beim Surfen auf Bali in Indonesien hängen geblieben war.










Der Kapitän war sowieso die beste Abendunterhaltung, hatte zu jedem Stichwort eine Seemansgeschichte parat und konnte uns auch erzählen wie der Fisch hieß, der am Nachmittag aus dem Meer geholt wurde und zu Abend auf dem Teller landete. Auch als wir bei einer Insel-Endeckungstour auf eine Schlange trafen (woraufhin wir schleunigst den Rückzug antraten und einen großen Bogen um die Stelle machten, hier gibt es nun mal nicht nur Blindschleichen) konnte er sie sofort als „Sea Snake“
identifizieren und kommentierte noch „deadly“. Gut zu wissen....





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