An dem Abend spazierten wir noch etwas planlos in der Stadt herum, wir fanden tolles Essen (Lok lok - ein Stand an dem es hauptsächlich Fisch in allen Variatonen (aber auch etwas Gemüße, Frühlingsrollen, etc.) auf Schaschliekspieße aufgespießt gibt. Man nimmt sich Spieße, taucht sie gegebenfalls kurz in einen Topf mit kochendem Wasser und nimmt sich noch Sauce dazu. Nachdem man satt ist, zählt man die farblich markierten Schaschlikspieße auf seinem Teller und zahlt entsprechend). Außerdem genossen wir endlich wieder bezahlbares Bier und tauschten natürlich jede Menge Reiseerfahrung aus.
Auch bei Tageslicht ist Georgetown wirklich sehenswert. Pinang Hill ist die höchste Erhebung der Insel und die Stadt Georgetown liegt direkt am Fuße diees Hügels. Hinauf führt ein kleiner Pfad mit vielen Treppenstufen durch den Dschungel. Am Fuße des Hügels wimmelte es nur so von Affen, oben waren es dann deutlich weniger. Dafür gab es umsonst Kaffee und einen recht beeindruckenden Ausblick auf Georgetown und auch bis Mainland Malaysia.
Am Abend bekamen wir noch das größte Lighting Festival Malaysias zu sehen, eine Hindu-Festival bei dem das Tempelgelände und der Weg dort hin (ein Stückchen den Berg rauf) mit möglichst vielen Lichtern erhellt wird. 7500 Lichter erzählt uns einer der Organisatoren stolz. Dabei kann jeder mitmachen und Öllampchen anzünden, vor allem für die Kinds dort war das natürlich ein Riesenspaß.
Tag zwei auf Penang, Malaysia. Diesmal geht es in den Südwesten der Insel, zu einem kleinem Nationalpark. Ein schmaler Pfad durch den Dschungel führt durch hügeliges Gelände ziemlich direkt an der Küste entlang nach „Monkey Beach“. Zwar haben wir dort keine Affen gesehen, und auch die im Lonely Planet versprochene Abgeschiedenheit des Strandes war mit der Tatsache, dass dort ganze Boote mit Sonnenanbetern anlandeten nicht so ganz gegeben. Auf dem Hinweg auf diesem schmalem Dschungelpfad kam ein so große Gruppe Jugendlicher gegeben das Sebastian meinte: „Ich glaube es ist Wandertag und das hier ist so was wie das Deutsche Museum..“. Ganz so schlimm war es dann doch nicht, der Strand war traumhaft schön und so lang, dass er trotzdem sehr ruhig war. Und die Boote waren für den Rückweg zum Parkeingang ganz praktisch ;-).
Teluk Bahang, das Dorf am Parkeingang, war ein netter Ort um noch etwas Zeit zu verbringen, bevor der Night Market auf der Küstenstraße zwischen Teluk Bahang und Georgetown begann. Der Butterflypark machte zwar just in dem Moment zu als wir ankamen (das scheint uns zur Zeit irgendwie recht oft zu passieren), aber direkt außerhalb des Dorfes liegt ein großer Stausee, der in der Abenddämmerungen einen richtig schönen Anblick bot. Der Night Market stellte sich als ein richtig großer Markt heraus, entlang der Küstenstraße war eine fast endlose Reihe an Buden aufgebaut, die Schmuck, Souvenirs, Kleidung, Taschen und jede Menge andere Kleinigkeiten verkauften.
Der nächste Tag war unser letzter voller Tag auf Penang. Den ganzen Vormittag über waren wir eigentlich nur damit beschäftigt uns um die Weiterreise von Penang aus zu kümmern. Der ursprüngliche Plan war, mit der Fähre nach Sumatra rüberfahren, um dann später nach Penang zurückzukommen und dann nach Thailand weiter zu reisen. Als wir allerdings erfuhren, dass die Fähren deutlich weniger oft verkehrten als wir ursprünglich angenommen hatten, beschlossen wir stattdessen direkt nach Thailand weiterzufahren. Das war auch dann sehr unkompliziert, im Busterminal gab es mehr als genug Buden die on-the-spot Tickets für Busse nach Hat Yai (Thailand) verkauften, von wo aus man dann weiter nach Norden kommt. Auch Puls bekam ohne Probleme ein Busticket nach Singapur.
Am Nachmittag bekam dann Georgetown selber, immerhin UNESCO Weltkulturerbe, auch doch noch unsere volle Touri-aufmerksamkeit. Und es ist wirklich eine schöne, ruhige Stadt. So ruhig, dass die meisten Attraktionen wie z.B. einige Tempel und das Fort, schon gegen 5 Uhr zumachen, so dass wir einige Male wortwörtlich vor schließenden Türen standen. Aber auch so gab es einiges zu sehen, zum Beispiel die Moschee Kapitan Keling, ein wirklich beeindruckendes Gebäude. Als wir noch etwas unschlüssig davor standen, forderte uns ein Gläubiger auf hereinzukommen, führte und drinnen herum und erzählte uns einiges über den Islam im Allgemeinen und die Geschichte dieser Moschee im Speziellen. Nach einem Abendessen in Little India stolperten wir über eine beeindruckende Hindu-Prozession (irgendwie zu ehren von Krischna, einer Hindu-Gottheit, so ganz genau hab ich's nicht verstanden). Zumindest haben die Inder mal wieder gezeigt dass sie wissen wie man feiert. Die Prozessionswägen wurden an langen Seilen von der ganzen Gemeinde durch die Stadt gezogen, indische Musik hallte durch die Gassen und überall tanzende und lachende Inder in ihren farbenfrohen Festtagsgewändern.
Das war dann auch unser letzter Abend in Penang, jetzt hieß es Abschied nehmen von Puls und dann am nächsten morgen in aller Frühe mit der Fähre zurück nach Butterworth, um von dort aus einen Bus in Richtung Thailand zu nehmen.
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